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Veranstalter:
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Die Qualitätssicherung steht international an einem Wendepunkt. Die Frage ist, ob Qualität vorwiegend als Marketinginstrument gesehen wird oder ob es gelingt, medizinische Ergebnisqualität zu einem Teil des Krankenhausmanagements und künftig auch der Vergütungssysteme zu machen und sie damit in ein systematisches Qualitätsmanagement zu überführen.
Qualitätsindikatoren - Verbesserungen über Ergebnismessung
Unbestritten ist, dass die Versorgungsqualität in den Industriestaaten ein enorm hohes Niveau erreicht hat. Ebenso unbestritten ist aber auch, dass es nach wie vor Unterschiede in der Ergebnisqualität und damit auch weiteres Verbesserungspotenzial gibt. Dies betrifft einerseits das „Outcome“ bei wesentlichen Krankheitsbildern, bei denen in den letzten Jahren gezeigt werden konnte, dass die Einhaltung von Leitlinien und damit die medizinisch adäquate Prozessorganisation das Ergebnis – beispielsweise in Form der Sterblichkeit – erheblich beeinflussen kann. Bei Krankheitsbildern und Eingriffen mit niedrigem Risiko ist in diesem Zusammenhang eher von Patientensicherheit die Rede. Es besteht ein weitgehender Konsens, dass die Zahl der vermeidbaren Todesfälle im Krankenhaus in Deutschland jährlich zwischen 20.000 und 40.000 liegen dürfte. Diese Zahl ist ein Vielfaches der 4.467 Todesopfer im Straßenverkehr. Wie steht es angesichts dessen um die „Leitplanken“ im Medizinbetrieb?
Im Vorjahr haben wir uns detailliert dem Thema Qualitätsmessung gewidmet. Diese bleibt weiter eines der Hauptthemen. Im Rahmen unseres diesjährigen Kongresses wollen wir zusätzlich die Konsequenzen diskutieren, die sich aus der immer besseren Messbarkeit der Ergebnisqualität ergeben können bzw. sollten.
Qualitätsstrategien - Internationale Erfahrungen
In diesem Zusammenhang stellen wir Erfahrungen mit der Qualitätsmessung und dem dazu gehörigen Qualitätsmanagement aus der Schweiz, Österreich, den USA und Deutschland vor. Namhafte Vertreter aus diesen Ländern erörtern ihre Qualitätsstrategien.
P4P - Was ist möglich?
Die volle Umsetzung einer systemweiten Qualitätsstrategie setzt voraus, dass Qualität verhandelbar wird und mittelfristig im Vergütungssystem Berücksichtigung findet. Solche „Pay for Performance“ (P4P) Strategien sind international eines der wichtigen Themen bei der Weiterentwicklung der Gesundheitssysteme. Erste Ansätze sind – wenn auch nicht unter diesem Namen – auch in unserem System längst Alltag. Dazu gehört zum Beispiel die Fallzusammenführung bei Komplikationen, die Teil der Fallpauschalenvereinbarung ist. Im Zusammenhang mit den integrierten Versorgungsverträgen wurden sogar mehrjährige Garantievereinbarungen bei Endoprothesen vereinbart. Wurden diese auch umgesetzt?
Im Rahmen der Tagung werden Vertreter der Krankenkassen und der Ärztekammer ihre bisherigen Erfahrungen mit derartigen Ansätzen und ihre künftigen Konzepte erörtern. Es ist uns auch gelungen, einige Vertreter international herausragender P4P-Projekte als Referenten zu gewinnen.
Anwendertreffen IQM
Wir würden uns freuen, Sie auch dieses Jahr als Teilnehmer begrüßen zu können und hoffen, mit Ihnen zusammen die Diskussion um Verbesserungen der medizinischen Ergebnisqualität ein Stückchen vorantreiben zu können.
Der Kongress findet am Montag, 16., und Dienstag, 17. November, in Potsdam statt. Am 18. November schließt sich ein Anwendertreffen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) an. Hier werden die Erfahrungen der teilnehmenden Kliniken mit dem Einsatz der Qualitätsindikatoren dargestellt. Auch zu diesem Anwendertreffen sind Gäste willkommen.
Institut für Chirurgische Forschung und Spitalmanagement
Prof. Dr. med. Michael Heberer, M.B.A.
Mitglied der Spitalleitung
Universitätsspital Basel
Hebelstraße 20, CH 4031 Basel
AOK-Bundesverband, Kortrijker Straße 1, 53177 Bonn
HELIOS Kliniken, PD Dr. Thomas Mansky, Friedrichstraße 136, 10117 Berlin
Rückfragen bitte an Maren Günther: Telefon